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"Krisengespräche" im Zakk

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Bewohnerinnen und Bewohner
des Camps Occupy Düsseldorf,

was 2007 in den USA mit platzenden Hypotheken und einer Immobilienkrise begann, weitete sich 2008 und 2009 zu einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise aus und hat sich inzwischen zu einer Staatenkrise entwickelt. Viele Staaten sind hoch verschuldet. Erneut werden Bankenrettungen hohe öffentliche Mittel verschlingen - es geht um Milliardenbeträge, die dann an anderen Stellen, z.B. bei der Bildung und den sozialen Sicherungssystemen, eingespart werden müssen. Im Euroraum sind die Staatshaushalte aus den Fugen geraten. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen der Lösungskompetenz von Politik und Wirtschaft von Grund auf misstrauen.

Im Frühjahr 2009, dem bisherigen Höhepunkt der Krise, haben zwar über 50.000 Menschen aus den Gewerkschaften, von Attac und auch aus Parteien, gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Lohnabhängigen und auf die sozial Schwachen demonstriert. Der Protest blieb wirkungslos. Während sich in anderen europäischen Ländern mehr Widerstand regte, schien in Deutschland der soziale Friede gesichert. Dies hing damit zusammen, dass die Kernbelegschaften zunächst nicht allzuviel von der Krise zu spüren bekamen und diejenigen, die besonders unter den Kürzungen im Sozialbereich zu leiden hatten, keine effektive Gegenwehr entwickeln konnten.

Als die spanische Bewegung des 15. Mai einen europaweiten Aktionstag ausrief, sah es zunächst so, dass in Deutschland allenfalls kleine Aktionen möglich wären. Entsprechend bescheiden hat sich Attac auf diesen Tag vorbereitet. Anfang Oktober haben wir noch nicht damit gerechnet, dass sich an den geplanten Aktionen eine nennenswerte Anzahl von Menschen beteiligen würde. Dann sprang aber der Funke aus New York über. Die AktivistInnen von Occupy Wall Street hatten gezeigt, dass auch eine kleine Schar von Aktiven Bewegung erzeugen kann. Und so gingen am 15. Oktober auch in Deutschland deutlich mehr Menschen auf die Straßen, als noch einen Monat vorher zu erwarten gewesen wäre. Ein Teil von ihnen demonstrierte das erste Mal, ein anderer war bereits früher aktiv und hatte nur darauf gewartet, dass "es endlich losgeht". Dass das kollektive Schweigen gebrochen und die latente Empörung auf die Straße getragen wurde, ist und bleibt der Verdienst derjenigen, die, auf die Gefahr hin sich zu blamieren, zu den Aktionen aufgerufen haben.

Die Aktivistinnen und Aktivisten von Occupy Düsseldorf haben eine, teilweise berechtigte, tiefe Skepsis gegenüber Parteien, Gewerkschaften und andere "etablierte" Organisationen. Wir würden uns wünschen, dass es trotz dieser Skepsis gelingt, an den Stellen, an denen Gemeinsamkeiten bestehen, zu gemeinsamen Aktionen und Forderungen zu kommen.

All diejenigen, egal ob Einzelperson oder Vertreterin oder Vertreter einer Organisation, die Interesse an einer Diskussion darüber haben, welche nächsten Schritte wir gemeinsam gehen können, laden wir für Mittwoch, den 2. November um 19:30 Uhr ins zakk, Fichtenstraße 40 in Düsseldorf ein.

Leitet die Einladung (hier die Facebook-Einladung) bitte an andere weiter.

Mit solidarischen Grüßen
Thomas Eberhardt-Köster

Am Geisterberg 9
40629 Düsseldorf
0211 9293710
0172 2488059
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Man darf sehr gespannt sein, welche interessanten Gespräche geführt werden und ob auch auf den veränderten Arbeitsbegriff bzw. die Konzeption des bedingungslosen Grundeinkommens eingegangen werden wird.   

Alle Interessierten sind dazu recht herzlich eingeladen.

 

Hier zwei Videos der "Occupy Düsseldorf"-Besetzung am Martin-Luther-Platz, die dort schon seit dem 15. Oktober 2011 ein Camp errichtet hat:

Hier noch ein Bericht aus der Rheinischen Post.

 

Und noch die Einladung für die Demonstration am Samstag, 29. Oktober 2011:

                                                 

 

 

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